Sarong?
Posted by kulle on 14 Aug 2007 | Tagged as: Allgemein
Nach 10 wunderschoenen Tagen Zwischenstop auf Bali hebt nun heute unser Flieger gegen 17 Uhr Ortszeit endgueltig gen Heimat ab. Zehn Tage bei angenehmen 30 Grad Luft- und 27 Grad Wassertemperatur. Was faellt uns aber als erstes zu der Zeit ein?
Sarongggg? Traaaansport? Taaaxi? T-Ssirt? Massass? Painting? Lans? Dinner? Drink? On Honeymoon?
Die balinesische Gastfreundlichkeit bzw. Geschaeftstuechtigkeit in allen Ehren, aber nach 4Tagen geht es einem schon tuechtig auf die Nerven, alle 5 Meter (und das ist der Durchschnitt) von der Seite angesprochen, angehupt oder angefasst zu werden. Jeder Balinese hat etwas zu verkaufen. Und wenn nicht, dann kennt er mindestens 20 andere, die was zu verkaufen haben. Die ersten beiden Male Handeln macht noch Spass und Laune. “10.000? Bankrott! Little better price! O.K.?? For good luck…”
Aber wenn man sich kein Geschaeft mehr angucken geschweige denn stehen bleiben kann, ohne 3 Ketten um den Hals haengen oder eine Speisekarte in der Hand zu haben und von 2 Personen gleichzeitig zugetextet zu werden, dann wird’s ein bisschen zuviel.
Na ja, so sind sie halt. Und mit der Wirtschaftskrise 1998 und den Bombenanschlaegen in 2002 und 2005 haben die Leute auch schwere Zeiten hinter sich. Und die Menschen sind nach unseren Massstaeben bettelarm. Da moechte man am liebsten immer helfen, und immer etwas mehr geben. Denn hilfsbereit und gastfreundlich sind sie alle. Extrem. Die Menschen wissen, dass sie auf den Tourismus angewiesen sind, und jeder versucht halt, dass beste daraus zu machen. Dass sie vielen Touristen mit ihrer Geschaeftstuechtigkeit auf die Nerven gehen, wissen sie selber, und machen ihre Spaesse darueber. Es gibt sogar T-Shirts mit der Aufschrift: “I don’t want your f@#king Sarong, Massage, Transport…”
Die richtige Antwort auf alle Angebote, mit der man immer ein Laecheln erntet, lautet: “Maybe tomorrow”.
Unser Plan, uns hier von den “Reise-Strapazen” zu erholen, hat natuerlich nur halb funktioniert. Anstatt in einem Ort und einem Hotel zu bleiben, haben wir da weiter gemacht, wo wir in Australien vor Sydney aufgehoert hatten. Zuerst 2 Naechte in Kuta, dann 2 in Ubud, danach eine in Pacung in einem Mountain Resort, danach 3 Tage im besten Hotel Balis, im Rama in Candidasa (der Hammer!!!) und zu guter letzt noch 3 Naechte in Sanur.
Was haben wir noch gemacht? Viel und Lecker gegessen, ein wenig eingekauft (ganz kommt man da nicht drumherum…), uns massieren lassen, mit unserem Tour Guide Wayan viele Tempel angeschaut und viel ueber die indonesische Kultur gelernt, Thorsten hat seinen Tauchschein gemacht und ist mit Haien getaucht und natuerlich Motorroller gefahren, im lebensgefaehrlichen Verkehr Balis ohne Verkehrsregeln.
Jetzt trinken wir noch unser letztes Bintang (das lokale, heissgeliebte Bier) und stossen darauf an, dass wir auch nach 360 Tagen den Heimflug noch gerne gemeinsam antreten.
Bis morgen am Flughafen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

