Thorsten’s Great Barrier Reef
Posted by kulle on 18 Mai 2007 | Tagged as: Allgemein
Gestern war das Reef faellig. Morgens um 8 Uhr legte unser Cruise Schiff am Pier von Cairns ab. Nach einer Stunde Fahrt kamen wir an unserer ersten Ankerstelle am Saxon-Reef an. Dieses Mal wollte ich nicht “nur” Schnorcheln, sondern auch einen Schnupper-Tauch-Gang machen, einen sog. Introductory-Dive, um zu sehen, ob das was fuer mich ist und es sich vielleicht sogar lohnt, das (nicht vorhandene) Geld fuer einen Tauch-Schein zu investieren.
Gesagt, getan, und genauso schnell ging das dann auch alles. Nach einer 5-Minuten Kurz-Einfuehrung durften wir erstmal eine halbe Stunde schnorcheln, dann war unsere Tauch- Gruppe dran. Gewichte um die Huefte geschnallt, Maske auf, Flossen an die Fuesse, Atemluftflasche auf den Ruecke, Luft freigegeben, Mundstueck in den Mund und ab ins Wasser. Sich an der Leiter des Bootes festhaltend mit dem Kopf unter Wasser und zum ersten Mal unter Wasser geatmet. Auf jeden Fall ein Erlebnis. Jetzt mussten wir dem Tauchlehrer demonstrieren, dass wir die beiden fuer Taucher wichtigsten, in der 5-Minuten Einfuehrung erlaeuterten Dinge beherrschen: zum einen die mit Wasser vollgelaufene Maske freipusten, zum anderen tief einatmen, das Mundstueck (auch Diver’s best friend genannt) aus dem Mund nehmen, ausatmen, und das selbige wieder einsetzen, freipusten und weiteratmen.
Klappte auch alles, eine grosse Portion Unsicherheit war aber schon dabei. Beim Tauchlehrer eingehakt ging es dann in einer 3er Gruppe (neben mir noch zwei Asiaten) langsam hinunter. Nach ein paar Minuten und 8m bekam die Asiatin dann auch Panik und wollte zurueck nach oben. Na toll. Also wieder aufgetaucht, mit dem ganzen Kladderadatsch zurueck zum Schiff geschwommen, und das ganze nochmal, jetzt nur noch zu Dritt. Dieses Mal tauchten wir recht schnell auf 10m hinab, so dass ich die ganze Zeit damit beschaeftigt war, per gewohnter Pust-Methode Druckausgleich fuer meine schmerzenden Ohren herzustellen. Die erste Zeit war ich auch mehr mit mir und meiner Ausruestung beschaeftigt, so dass man seine Umgebung nicht wirklich geniessen konnte. Nach einigen Minnuten ging das besser.
Von den Korallen und den Fischen war ich allerdings weniger begeistert, da man eigentlich nichts “neues” zu Gesicht bekam, was man nicht auch beim Schnorcheln zuvor und an der Westkueste schon gesehen hatte. Und Haie muss ich nicht unbedingt sehen… Vielleicht lag das aber ja auch an der Reef-Location, oder doch an den Millionen von Touristen, die das Great Barrier Reef jaehrlich besuchen - auch wenn das natuerlich alle Cruise-Gesellschaften vehement abstreiten - man weiss es nicht so genau. Das Tauchen an sich, sich mehr oder weniger “frei” unter Wasser zu bewegen und alles zu erkunden, war schon ein Erlebnis.
Tauch-Zukunft offen…

