Traumhaus, Rennwagen, Stefan, Claudi und frohe Ostern

Ja gut, das Traumhaus von dem ich unten berichtet habe, war jetzt nicht soooo traumhaft. Ich sage nur Schnecken in der Kueche, Kakerlaken im Haus und eine bulemiekranke Tochter die all unsere Sachen aufgegessen hat. Und weil wir in Sachen Autokauf soviel zu tun hatten, haben wir es auch nicht geschafft fruehzeitig auszuziehen. Nachdem wir in Neuseeland endlich unseren Van verkauft hatten, war uns klar das es nichts stressigeres gibt als ein Auto zu verkaufen. Der Autokauf in Sydney, hat uns aber vom Gegenteil ueberzeugt. Als erstes haben wir bei Travellers-Autobarn vorbei geschaut, ein Laden der gebrauchte Autos an Reisende verkauft mit allem Zip und Zap: Rueckkaufgarantie, Versicherungen saemtlicher Art, Strassenkarten, 3-Tage-Geld-zurueck-Garantie usw.. Ein Schweizer hat uns dort in 20 Mintuen davon ueberzeugt einen Wagen mit Allrad-Antrieb (hier 4WD genannt) zu kaufen. Aber nicht nur irgendeinen, sondern Landcruiser muss es sein. Am gleichen Tag sind wir dann auf eine neutrale Person gestossen, die uns in 15 Minuten davon ueberzeugt hat kein 4WD Auto zu kaufen. Also haben wir weiter im Internet gesucht und die Schwarzen Bretter der Hostels studiert. Dort sind wir dann auf ein Auto von zwei deutschen Maedels gestossen die abreisen mussten und nur noch ihr Auto loswerden wollten (erkennt man immer daran wenn bei der Anzeige schon 4 mal der Preis heruntergesetzt wurde und die Abstaende nach unten immer groesser werden). Wir haben uns den Wagen angesehen und uns entschlossen, ihn in einer Werkstatt fuer $120 durchchecken zu lassen. Dabei kam raus, dass etwas mit der Zylinderkopfdichtung nicht in Ordnung war und wir haben das Auto nicht gekauft. Beim naechsten Auto das wir Probe gefahren haben, funktionierte die Tanknadel nicht, vorne links hat was geklappert und die junge Besitzerin aus Leipzig erzaehlte uns das irgendwann die Temperatur ganz hoch ging, sie aber weitergefahren sind in der Hoffnung dass es wieder von alleine weggeht. Ging aber wohl nicht von alleine weg….. Dann haben wir uns gedacht das die Autos von jungen Reisenden wohl wirklich nicht das richtige fuer uns sind. Also auf zum Auto-Haendler. Der erste hat uns von der Idee begeistert, einen Wagen mit Dual-Antrieb (Benzin/Gas) zu kaufen. Da spart man auf 15.000 km die noch vor uns liegen ganz schoen viel Kohle weil Gas so guenstig ist. In einer Werkstatt sagte man uns dann: bloss nicht kaufen, man hat nur Probleme damit und ueberhaupt, Auto-Haendler versprechen einem auch nur das Blaue vom Himmel. Wenn ihr ohne Probleme durch Australien reisen wollt, braucht ihr eine Familien-Kutsche. Also wieder ab ins Internet, nach Autos von Privatleuten gesucht, ein paar Telefonate gefuehrt und UNSER Auto gefunden. Noch ein bisschen hin und her verhandelt, Geld abgehoben und in einer Tiefgarage am Bondi-Beach die Uebergabe gemacht. Als mir dann noch spontan der Name fuer unser neues Auto einfiel “Trusty” (treu, zuverlaessig), wusste ich warum wir in Neuseeland mit unserem Auto so viel Pech hatten - “Rusty” (rostig)…. Trusty ist uebringens ein Opel (ein Glueck heissen die hier Holden - faehrt sich gleich viel besser) Commodore, 4 Liter, 6 Zylinder und bestimmt ganz schoen schnell. Mit unserer neuen Eroberung konnten wir dann auch gleich am naechsten morgen zum Flughafen fahren und Stefan abholen. Abends habe ich mich dann vom Acker gemacht und mich in den Bus in Richtung Melbourne gesetzt. Wollte Thorsten und Stefan mal alleine lassen und in Melbourne wohnt zufaellig meine Freundin, ehemalige Arbeitskollegin, Tanzpartnerin und Trinkgenossin Claudi, die mir gestern (Karfreitag) ein hervorragendes Osterfruehstueck gemacht hat. Danke Claudi. Und frohe Ostern auch in Deutschland.

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One Response to “Traumhaus, Rennwagen, Stefan, Claudi und frohe Ostern”

  1. on 07 Apr 2007 at 20:59 Regine

    Hallo Eva,

    Euch auch happy, happy Easter - wenigstens spielt hier in good old Germany das Wetter zu Ostern mit - Sonne pur!

    Haltet die Ohren steif…
    Liebe Grüße aus Ratingen
    Regine

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