Wir fuhren For(dt) und kamen nie wieder.

Damals in Wanaka. Nachdem wir ueber Glueck und Unglueck geschrieben hatten machten wir uns auf den Weg zum Mount Aspiring. Da sollte es einen wunderschoenen 3-4 Stunden Wanderweg geben. Aus der Stadt heraus fuhren wir gradewegs auf eine sogenannte Gravelroad (nicht asphaltierte Strasse), die uns nach 35 Kilometern an den Rande des Berges fuehren sollte. Nach 20 Kilometern Geruettel und Geschuettel ging gar nichts mehr. Wir sind einfach stehen geblieben. Nach ersten Expertenschaetzungen (unsererseits) war klar: der Motor ist kaputt und noch klarer: der AA (ADAC in Neuseeland) muss her. Da natuerlich auch kein Handy funktionierte, haben wir das erste Auto was anhielt gebeten, in der Stadt beim AA anzurufen, um Bescheid zu sagen, dass ein weisser Ford Econovan auf der Strecke geblieben ist. Die Stunden vergingen. Nach genau 3 Stunden haben wir nicht mehr daran geglaubt, dass noch jemand vorbeikommt. Also ist Thorsten los und hat das naechste einsame Haus aufgesucht und selbst beim AA angerufen, die natuerlich nichts von einem auf der Strecke gebliebenen Ford wussten. Nach einer weiteren Stunde durchs neu erworbene Fernglas (eigentlich fuer Pinguine gedacht…) schauen sahen wir dann endlich den Abschleppwagen kommen…

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Hier ein Kabel gecheckt, da die Zuendung kontrolliert…nach 15 Minuten war klar: es kommt kein Sprit vorne an. Das Geruettel und Geschuettel hat dermassen unseren rostigen Tank aufgewuehlt, dass der Benzinfilter komplett verstopft war. Trotzdem hatten wir immer noch keine Ahnung, was da kostentechnisch auf uns zukommen koennte. Der freundliche AA-Mann hat dann das Auto auf den Abschleppwagen gezogen und wir sind mit ihm ca. 45 Minuten zurueck in die Stadt gefahren. Dort hat er uns am Strassenrand vor der Werkstatt niedergelassen und verabschiedete sich bis morgen frueh 8:00 Uhr. Um ca. 23.30 Uhr klopfte es an der Scheibe. “Hallo, ich bin Polizist sowieso und ihr duerft hier nicht stehen”. Ich erklaerte ihm, dass wir nicht freiwillig hier stehen, das wir hier auch nicht weg kommen und das wir morgen frueh um 8.00 Uhr einen Termin in der Werkstatt haben. Das war dann natuerlich kein Problem und wir durften weiterschlafen. Es klopfte erneut um 6.00 Uhr morgens. Ein am Knie taetowierter Typ stellte sich als Sicherheitsmann vor und meinte “ihr duerft hier nicht stehen”. Ich wiederholte meinen Satz von vor ein paar Stunden und wieder war es natuerlich kein Problem. Nur das weiterschlafen hat nicht mehr geklappt. Um 8.00 wurde der Wagen in die Werkstatt gezogen und um 9.00 ist er von allein wieder herausgefahren (nein, kein Autopilot eingebaut). Auf der Rechnung haben wir noch ein paar Nullen gesucht, doch da waren keine. Der ganze Spass hat uns $ 57,00 gekostet. Abschleppen ging auf den AA. Da hat sich unsere hier anerkannte ADAC-Mitgliedschaft doch schon wieder fett gelohnt. $ 10 haben wir als Trinkgeld dagelassen. Bei dem Schnaeppchen…

Ach ja, im Moment sind wir in Rotorua. Als ich im Auto den Stadtplan holen wollte um dieses Internetcafe zu finden, um diesen Bericht zu schreiben fiel mir auf, dass der Schluessel im Auto liegt. Thorsten hat den AA angerufen. Neben unserem Auto parkten dann 2 Herren und ich habe sie darauf aufmerksam gemacht, dass man hier umsonst parken kann (weil Samstag nach 12.00 Uhr) und ich hier nur auf den AA warte weil der Schluessel im Auto steckt. Und was macht der eine? Steckt seinen verdammten Schluessel in unser verdammtes Schloss und das Auto war auf. Und meint wie selbstverstaendlich lachend “I’m from England”. Gegenueber sahen wir dann auch den AA kommen. AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA

One Response to “Wir fuhren For(dt) und kamen nie wieder.”

  1. on 14 Mrz 2007 at 14:29 Elke Beier

    Habe auch gerade einige Blessuren mit meinem Auto durch (war gott sei dank nicht schuld)…und bei den hiesigen Preisen wird einem ganz schlecht. Da sind 57$ wirklich ein Schnäppchen….
    In meinem Fall hat die gegnerische Versicherung gezahlt…aber das tat mir schon fast Leid…weil mein Auto nur eine kleine Beule hatte..noch nicht mal sichtbar und die Werkstatt 1300 € für die Reparatur veranschlagt hat. In anderen Ländern hätte man sich wahrscheinlich über so ein niedliches Dellchen totgelacht und dem Verursacher einen schönen Tag gewünscht. Ist schon Crazy…

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