Bungeeeeeeeeeeeeeeee
Posted by kulle on 26 Feb 2007 | Tagged as: Allgemein
Nachdem ich seit ueber 10 Jahren bei Diskussionen immer dazu gestanden habe, eher Bungee zu springen als mit einem Fallschirm aus einem Flugzeug zu springen (was die meisten Menschen anders herum sehen, aber nach meiner Logik hat man beim Bungee zumindest von Beginn an ein Seil an den Fuessen…), und Queenstown die Geburtstadt des Bungee ist (AJ Hackett und Henry von Asch sind Kiwis und die Gruendungsvaeter des Bungee und haben hier Ende der 80er Jahre auf der Kawarau Bruecke das erste kommerzielle Bungeespringen eroeffnet, mehr dazu unter http://www.aj-hackett.com) war mir eigentlich schon beim Flug nach Neuseeland klar, dass - insofern man sich dazu durchringt - hier der optimale Ort auf der Welt dafuer sein wuerde. Wenn schon, dann doch in einer traumhaften Landschaft von einer Bruecke ueber einem Fluss.
Und so stand der Besuch der Kawarau Bridge und des AJ Hackett Bungee Centers fuer Samstag auf unserem Programm. Freitag waren wir in Queenstown angekommen und hatten schon ueberlegt, den Sprung schon mal zu buchen. Aber erst mal anschauen kann ja nicht schaden. Abends bin ich dann mit Eva in eine Sportsbar zum Rugby-gucken gegangen. Neben uns erklaerte ein Neusselaender einer Franzoesin gerade einige Rugby Regeln. Was ja schon interessant genug war. Und so kamen wir mit den beiden ins Gespraech. Irgendwie muss dann mal das Wort Bungee gefallen sein. Jedenfalls wurde es dann richtig interessant, als die Franzoesin sagte, dass ihr Freund neben ihr und die drei anderen daneben alle an der Bungee Anlage an der Kawarau Bridge arbeiten wuerden. Und der Freund liess dann in einem Nebensatz fallen, dass der Sprung eigentlich 150 Dollar kostet, er aber vielleicht etwas “sorten” koennte. Da wurden wir dann richtig hellhoerig und entschieden uns, auch noch die zweite Halbzeit zu bleiben
Spiel vorbei, das Neuseeland Team hatte in der letzten Sekunde gewonnen, Riesenjubel in der Kneipe. Da musste ich den Typ doch noch mal fragen, wie ich den Spung den wohl guenstiger bekommen koennte. “Oh, willst Du also wirklich springen?” Nach meinen drei Bier fiel die Antwort sehr einfach. Und so verkaufte er mir dann einen Bungee-Gutschein fuer ein Drittel des Preises, also fuer 50 Dollar. Wenn das mal kein Schnaeppchen ist (auch wenn andere wie meine Frau Mama das vielleicht nicht mal geschenkt nehmen wuerden…). Aber nach der Windschutzscheibengeschichte mussten wir ja auch mal wieder Glueck haben.
Und so kam es dann, dass ich Samstag nachmittag im Bungee Center stand und mit Erschrecken feststellen musste, dass ich mit Klamotten nur noch 79 kg auf die Waage bringe. Und mit der roten 79 auf der Hand ging es dann auch auf die wunderschoen restaurierte Haengebrucke ueber dem Kawarau River, fuer die ich zu dem Zeitpunkt aber wirklich kein Auge hatte. Die Vorbereitung dauerte ewig (Eva wurde mit 2 Kameras bewaffnet genauso nervoes wie ich), der Sprung an sich ging dann rasend schnell.
Schon verrueckt das Gefuehl beim und kurz nach dem Absprung - freier Fall - bis dann das Seil zieht. Arme und Kopf erreichten dann auch wie geplant das Wasser. Ein Traum! Und die Adrenalinsspritze spuert man noch einen Tag spaeter.

