ENDSPURT MARGARET RIVER

Das heisst fuer uns, noch 8 Tage durcharbeiten, das Trinkgeld vertrinken und uns auf das freuen, was dieser Kontinent sonst noch fuer uns zu bieten hat. Der Wellengang letzte Woche war schonmal nicht schlecht :-)

Wir waren surfen - UNSER ERSTES MAL. Voller Tatendrang um 6 Uhr aufgestanden, Sachen gepackt, Badehose an, India unsere Arbeitskollegin abgeholt und ab zum “Rivermouth” gefahren. Dort haben wir auf Richard gewartet, ein weiterer Arbeitskollege, der uns das surfen lehren wollte. Ich, sowieso schon Angst, dass das Wasser viel zu kalt fuer mich ist, musste mir dann auch noch diese riesigen Wellen anschauen und habe es tatsaechlich geschafft den Wetsuit zwei mal falsch herum anzuziehen. Wir hatten kurz ueberlegt an einen anderen Ort zu fahren, weil selbst Richard meinte, dass die Wellen heute ziemlich stark waeren. Ach, immer diese “Gut-Wetter-Surfer” haben wir uns gedacht, sind geblieben und haben uns, im wahrsten Sinne des Wortes, ins Abenteuer gestuerzt.

 wellen.jpg

Dieses Wasser, diese Wellen, diese Stroemungen, waren so stark, dass ich mich vermehrt unter Wasser, nicht wissend wo oben und unten ist, aufgehalten habe und das Surfboard mir nicht als solches diente, sondern mit einem Seil an meinem Bein befestigt 2 Meter von mir entfernt im Wasser paddelte. Wenn ich dann mal oben war, konnte ich Thorsten erkennen, der es deutlich besser mit den Wellen aufnahm und eine ebenso bessere Figur auf dem Surfboard machte. Nach einer Stunde war ich fertig. Und doch etwas stolz den Kampf mit den Wellen aufgenommen zu haben. Und noch mehr stolz, als Rachel (unsere ehemalige Mitbewohnerin) mitteilte, dass alle Surfstunden fuer diesen Tag wegen den miserablen Umstaenden gestrichen worden sind. Nach 15 Minuten kam dann auch Thorsten aus dem Wasser. Sein Laecheln sah irgendwie anders aus. Irgendwas fehlte. Vielleicht ein Stueck von seinem Zahn? Oder war es das Blut, was von seinem Kinn tropfte, was mich irritierte? Also anstatt wieder in Bett zu huepfen, nach 2 solch anstrengenden Morgenstunden, sind wir ins Krankenhaus gefahren und haben erstmal das Kinn kleben lassen und danach alle Zahnaerzte abgeklappert. Und wie nett die Menschen hier nun mal sind - das Kinn kleben war ganz umsonst. Nur fuer sein Laecheln musste Thorsten ein bisschen was hinlegen :-) Und nach einem Tag Auszeit konnte er dann wieder die Leute im Cafe bedienen. Da fragte doch die nette Dame wie es seinem Kinn geht. Thorsten wunderte sich woher sie das denn wuesste?!?! Sie: “ich habe es gestern repariert”.

Vielleicht gehoeren wir besser auch zu den Gut-Wetter-Surfern und versuchen es naechste Woche einfach nochmal. Diesmal ohne “appen” Zahn….

One Response to “ENDSPURT MARGARET RIVER”

  1. on 17 Jan 2007 at 11:30 Elke Beier

    Hallo Ihr Zwei,

    man, man, man…da können wir ja froh sein, dass es “nur” ein lediertes Kinn bzw. Zahn waren. Das war ziemlich gewagt von Euch. Aber so ist es, wenn man völlig unbedarft ist. Und die Kraft des Wasser´s unterschätzt man völlig. Wie überhaupt alle Naturgewalten. Also, immer schön vorsichtig. Wir wollen Euch doch heil wiederhaben….

    Liebe Grüße Elke Beier

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