Mein Leben und ich

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oder vielleicht besser: Meine Leiden und ich? In der Kueche zu arbeiten ist nur eines davon….

Eva, habe ich mir gesagt, du wirst jetzt 27 und es wird Zeit etwas vernuenftiger zu werden. Und das, sage ich euch, ist gar nicht so einfach. Weniger rauchen, weniger Bier trinken, mehr Sport treiben und gesuender essen. Also halte ich mich zur Zeit mit 2 - 4 Zigaretten am Tag gut ueber Wasser, habe das Bier trinken gegen Wein trinken eingetauscht und versuche mich im “Sport”. Wer mich kennt, weiss, das sich meine sportlichen Aktivitaeten in den letzten 8 Jahren darauf beschraenkt haben, abends in meine Lieblingskneipe zu maschieren oder in den Biergarten der Rheinterrasse. Meine sportliche Karriere ist also schnell erzaehlt - sie fing letzte Woche an. Irgendwann bin ich mit Thorsten losgejoggt oder besser - 5 Minuten joggen, 15 Minuten gehen, bis wir nach knapp 1 1/4 Stunde wieder zu Hause waren. Hat sich gar nicht schlecht angefuehlt fuers “erste Mal”. An einem anderen Tag bin ich dann alleine los. Es hat 20 Minuten gedauert. Wieder an einem anderen Tag dann 5 Minuten laenger und meine Laune war auf dem absoluten Tiefpunkt, was ich “meinem” Mitmenschen auch deutlich mitgeteilt habe. Also sass ich da wie ein haeufchen Elend, das Glas Wein zum Trost. Thorsten meinte, lass mich raten: du bist gelaufen, musstest unterwegs wieder spazieren gehen und hast es nicht lange genug durchgehalten”?!?! Ist das wirklich so offensichtlich? Natuerlich hatte er recht damit. Versuchen wir es also mit “Walking”. Voller Tatendrang am naechsten morgen um 9 Uhr losgewalkt. Nach 30 Minuten “haette ich mir besser doch ein paar Socken angezogen”. Nach einer Stunde war ich mit dicken Blasen an beiden Versen wieder zu Hause. Das hat mich nicht davon abbringen lassen am Nachmittag noch mit Thorsten und Fahrrad 8 Kilometer zum Strand zu fahren.

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Der Rueckweg bestand daraus, das Thorsten mich staendig von hinten anschieben musste damit wir ueberhaupt voran kamen. Und am Tag danach war sitzen quasi unmoeglich. Kein Problem, ich kann ja wieder walken gehen. Andere Schuhe, Verband um die Versen, Socken an und losgehts. Auf halber Strecke habe nicht ich einen Hund gefunden, sondern der Hund hat mich gefunden. Er hat sich naemlich gedacht “ich gehoere ab jetzt zu dir und weiche nicht mehr von deiner Seite”. Der Hund konnte von meinem Englisch leider nichts verstehen und mir so auch nicht mitteilen wo er eigentlich herkommt. So bin ich also mit Hund wieder nach Hause gelaufen. Dort angekommen habe ich die Nummer auf seinem Halsband gewaehlt. Die nette Stimme am anderen Ende wollte mich mit dem ortskundigen Ranger verbinden, der den Hund dann abholen wuerde. Aber Moment mal, wo wohnen wir eigentlich? Nachdem ich alle noetigen Informationen zusammen hatte, war der Ranger leider nicht zu erreichen. Bin also mit dem Hund wieder losgelaufen in der Hoffnung, dass ihm da wo er mich aufgegabelt hat, wieder einfaellt, wo er hergekommen ist. Fehlanzeige. Und so liefen wir wieder zurueck und haben erneut den Ranger angerufen. Der kam dann auch, hat den Kleinen abgeholt, und ich war traurig. Es war einfach Schicksal und ich habe es nicht in die Hand genommen. So einfach komme ich nicht wieder an einen so lieben Hund. An diesem Tag habe ich keine weiteren sportlichen Aktivitaeten betrieben. Nach zwei Tagen frei, mussten wir heute wieder arbeiten und es war ueberhaupt nichts zu tun. Um 14.00 Uhr habe ich also meine Beine in die Hand genommen und mich zu Fuss auf den Heimweg begeben. Ich sage nur 8 Kilometer und die Blasen jetzt UNTER den Fuessen…

Wisst ihr wie es aussieht wenn man laeuft, als haette man sich in die Hose gepinkelt? Aber die Geschichte erzaehle ich euch ein anderes Mal :-)

3 Responses to “Mein Leben und ich”

  1. on 29 Nov 2006 at 21:57 Ea

    Eva, ich vermiss dich sehr!

  2. on 01 Dez 2006 at 13:45 Elke Beier

    Tja, Sport ist eben doch Mord…da beißt die Maus kein Faden ab. Liebe Eva, Du hast mein vollstes Verständnis. Ich war nämlich früher..(nein nicht 1850) eine richitge Sportskanone..ja, stimmt wirklich. Doch eins konnte ich nie…laufen (sprinten super aber bitte nichts über 200m). Schon auf den Mittelstrecken brach ich völlig ein und versaute mir so regelmäßig meinen Fünfkampf…mist. Doch vor einigen Jahren wollte ich doch noch mal mit Joggen anfangen. Als ich mir schon die Lunge aus dem Leib jabste, obwohl ich unser Haus noch zu sehen war (also auch so ca. 5 min gejoggt) gab ich natürlich auf. Es ist einfach nichts für mich..mache alles mehr mit Kraft statt mit Kondition. Mein Tip suche Dir eine andere Sportart…

    Liebe Grüße Elke Beier

  3. on 31 Jan 2007 at 05:03 Eloise

    Hi Eva and Thorsten-
    How are you!!
    can you please let me know what your email address is so that i can send you your pay to date (for tax purposes?)
    Thanks so much and i hope that you are having fun.
    xxxxx Eloise

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