Kakadu National Park
Posted by kulle on 02 Sep 2006 | Tagged as: Allgemein
Nach 3 Tagen Ueberlebenstraining - wir haben beide bestanden - ohne Dusche (seid froh, dass es noch kein Geruchs-Internet gibt) in der Wildnis melden wir uns gesund und munter zurueck. Selbst die Krododile wollten uns nicht mehr fressen, als wir in einem Pool auf einem Berg vor einer unglaublichen Kulisse gebadet haben. Einige wenige Pools bzw. Seen sind hier in der Gegend sogar zum Schwimmen freigegeben, in den meisten Fluesse und Seen ist Schwimmen allerdings verboten und die Ueberlebensdauer wuerde je nach Saettigungszustand der Crocs zwischen 2 und 30 Sekunden liegen. Am Mittwoch morgen ging es um 7 Uhr morgens in einem 4WD-Landcruiser und unserem Tour-Guide Jake (ein waschechter Australier, der aussieht wie 40, aber noch genauso jung ist wie ich
). Ausserdem an Board: 2 Irinnen, ein Ire, eine Franzoesin und 2 Hollaender, also alles fest in europaeischer Hand. Laut Jake werden Deutsche von den Krokodilen allerdings bevorzugt…
Insgesamt haben wir in dem Landcruiser in den 3 Tagen knapp 900km zurueckgelegt, mehr oder weniger bequem, ueber Stock und Stein, durch tiefen, zumeist roten Sand, durch 1m tiefe Fluesse, und selten ueber Asphalt. So wie unsere Fuesse danach aussahen, sind wir mindestens genauso weit gelaufen
. Tagsueber waren es zwischen 30 und 35 Grad, nachts gab es unerwartet einen Temperatursturz auf unter 10 Grad. Schweinekalt, vor allem weil wir auf Nachttempuren von um die 22 Grad eingestellt waren, wie in den Naechten zuvor. Aber wir sind ja clever und haben uns hier unsere High-Tech Schlafsaecke zunutze gemacht, so dass aus 2 Schlafsaecken einer wurde. Wir lagen lediglich in dem Innenzelt und hatten beim Einschlafen freien Blick auf einen unglaublichen Sternenhimmel, an dem hier sogar der Mond ”falsch” herum haengt. Um uns herum lauter komische Geraeusche, der See “Jim Jim Billabong” mit den Krokodilen nur 50m entfernt, und um uns herum sagten sich Dingos und Sugar-Glider Gute Nacht. Dingos sind so eine Art Wildhunde, Sugar-Glider sind so eine Art grosse Maus, die zwischen Vorder- und Hinterbeinen Haut hat und diese zum Gleiten aufspannen kann, um so von Baum zu Baum zu gleiten und Nahrung zu suchen. Was die genau fressen, haben wir nicht verstanden, weil uns das Andy erklaert hat, und Andy hatte schon ungefaehr 25 Bier getrunken, auf jeden Fall 4 Dosen in den 15 Minuten, die er bei uns sass. Andy ist natuerlich Australier, und sein Englisch ist nuechtern schon sehr breit. Daher muesst Ihr das mal bei www.wikipedia.de nachschlagen.
So, Bericht 2 folgt bald, unser Geld ist alle, obwohl wir schon nur noch im Vic Hotel die 1 Dollar Mahlzeiten wahrnehmen, um mehr Geld fuer unsere Berichterstattung zu haben
. Ein sehr geluingener Service hier in Darwin fuer alle Backpacker dieser Welt.
Mehr Fotos kommen bald. Ganz liebe Gruesse, Eva und Thorsten

